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Illegaler Welpenhandel? - Pass auf!

Süß
sind
sie
alle!

Sehr junge Hunde werden Hundewelpen genannt. Mit ihren großen Augen und Nasen finden viele Menschen diese Kleinen sehr niedlich und träumen davon, so einen kleinen Hund zu bekommen.
Wenn man sich entschieden hat, einen Hundewelpen bei sich aufzunehmen, ist die Vorfreude bei allen groß. Man möchte seinen Traum schnell wahrmachen und das Warten, bis es soweit ist, fällt schwer. Welcher Hund wird es wohl sein?
Es wird im Netz nach Angeboten geschaut und oft findet sich schnell ein Foto von einem schnuckeligen Welpen für einen günstigen Preis und eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse, über die man den Verkäufer kontaktieren kann.

Zeitungsinserat
Welpe zu verkaufen

Da der Verkäufer vielleicht weiter von Euch entfernt wohnt und er „zufällig“ in den nächsten Tagen bei Euch in der Nähe ist, bietet er Euch an, dass er den Welpen zu einem Treffpunkt mitbringt. Das klingt erst einmal praktisch, ist aber schon ein eindeutiges Zeichen, dass Ihr es nicht mit einem seriösen Hundezüchter zu tun habt. Ein seriöser Züchter lädt Euch zu sich ein, um Euch kennenzulernen. Er möchte sicher sein, dass sein Welpe ein gutes Zuhause bekommt und Ihr auch zusammenpasst. Hunde haben wie Menschen ihren eigenen Charakter. Ihr könnt Euch dann auch das Muttertier des Kleinen ansehen. Wenn Euch das Muttertier nicht gezeigt wird, weil sie „gerade nicht da ist“, dann ist das auch kein gutes Zeichen.

Hündin mit ihren Welpen
Welpen als Ware angeboten

Misstrauisch solltet Ihr auch werden, wenn der Verkäufer Euch unterschiedliche Hunderassen anbietet. Die meisten seriösen Züchter züchten nur mit einer Rasse.
Wenn Ihr das Gefühl habt, dass Ihr es mit einem illegalen Welpenhändler zu tun habt, dann meldet dies der Polizei und kauft ihm keinen Hund ab. Egal wie süß dieser auch ist. Ihr würdet vielleicht einen Hund retten, aber der Händler macht sein Geschäft und bestellt wieder neue Welpen für seinen Verkauf. Der illegale Welpenhandel zielt nur darauf ab, möglichst viel Geld zu machen. Die Tiere sind den Händlern egal. Auf ein verkauftes Tier kommen mehrere andere, die nicht überlebt haben.
Oft sind Welpen aus illegalem Handel krank, weil sie zu früh von der Mutter weggenommen wurden und nicht die richtige Ernährung bekommen haben. Kein Tierarzt hat untersucht, ob sie auch gesund sind. Viele dieser Welpen müssen in ihrem neuen Zuhause sofort vom Tierarzt behandelt werden und einige sterben trotzdem.
Deshalb: Sucht Euch einen seriösen Züchter, auch wenn Ihr auf „Euren“ Welpen warten müsst, bis er alt genug ist, um bei Euch einzuziehen. Das Tier wird auch teurer sein als eines aus dem illegalen Handel. Dafür bekommt Ihr einen gesunden Welpen, und Ihr sorgt dafür, dass Welpenhändler mit Euch kein Geschäft machen.

„Eine Alternative zu Welpen von Züchtern bieten die Tierheime.
Hier leben nicht nur erwachsene Hunde, sondern auch regelmäßig Welpen, die ein passendes Zuhause suchen.
Auch wir Mischlinge sind tolle Begleiter für Dich und Deine Familie.„

Wichtige Fragen, die Ihr Euch stellen müsst, bevor Ihr Euch einen Hund anschafft:

  • Dürfen wir in unserem Zuhause einen Hund halten? … stimmt unser Vermieter zu?
  •  Hat jemand in der Familie eine Tierhaarallergie? … und der Hund kann deshalb nicht bei uns bleiben?
  • Wer geht jeden Tag mit dem Hund spazieren? … auch wenn es draußen regnet?
  • Sind wir jeden Tag genug Zuhause für einen Hund? … oder haben wir immer viel vor und er wäre viel alleine?
  • Wer nimmt den Hund, wenn wir in den Urlaub fahren? … und der Hund nicht mitkann?
  • Haben wir genug Geld für Tierarzt, Futter und Ausstattung wie Körbchen, Leine, Autobox etc.? … ein Tier kostet zum Teil viel Geld.
  • Gehen wir in eine Hundeschule? … damit der Hund und wir einen guten Start miteinander haben.